Teilnehmereinsätze

Teilnehmereinsätze auf der Baustelle in Guatemala

Auf der BaustelleNein...., wirklich gebraucht werden wir bei der Arbeit auf der Baustelle in Guatemala nicht. Es gibt ausreichend einheimische Maurer, die ihr Handwerk verstehen und zahlreiche Helfer aus den Dörfern.

Auch der hohe Preis für den Flug nach Mittelamerika könnte sicherlich eingespart werden bzw. in Form einer Spende der Entwicklung in Mittelamerika sehr effektiv zugute kommen. Und uns gar als "EntwicklungshelferIn" zu bezeichnen, liegt uns mehr als fern!

Aber so verstehen wir unser Angebot, an einem Arbeitseinsatz in einem Schulbauprojekt in Guatemala teilzunehmen, auch gar nicht. Was wir wollen geht viel weiter.


Eine Begegnung der Kulturen

Wir möchten durch die Mitarbeit in einem solchen Projekt eine Begegnung der Kulturen schaffen, einen Austausch, der über den eigenen Tellerrand (im kleinen) und über Staatsgrenzen (im großen) hinausgeht.

Interkulturelle MusikVielleicht auch unser kleiner, ganz eigener Anteil an mehr Völkerverständigung, Abbau von Vorurteilen gegenüber anderen Kulturen und dem Gefühl der einen Welt. Dabei muss niemand über besondere Vorkenntnisse im handwerklichen Bereich verfügen, um einen sinnvollen Einsatz zu leisten. Wir verstehen den Aufenthalt in Guatemala als Chance für jeden Einzelnen, sich mit seinen Fähigkeiten und seiner Individualität im Rahmen des Projektes einzubringen. Das kann dann auch mal von der Gestaltung einer Schulstunde, der Initiierung einer deutsch-guatemaltekischen "Jam-Session" bis hin zu der Mitarbeit auf dem Feld oder in der Küche gehen.

Dieser interkulturelle Austausch ist neben dem tatsächlichen Schulbau in Guatemala und der Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland unser Hauptanliegen bei der Arbeit in einem so genannten Verein zur Förderung der Entwicklung in Mittelamerika.


Gemeinsam arbeiten, leben und feiern

Interkultureller KontaktSo bieten wir seit 1992 interessierten Menschen ab 18 Jahren die Möglichkeit, an einem unserer Schulbauprojekte aktiv mitzuarbeiten. Durch die Arbeit in einem solchen Projekt und das Zusammenleben der Indígenas vor Ort besteht die Gelegenheit, Guatemala, seine Menschen und seine Kultur auf ungewöhnlich intensive Art und Weise kennen zu lernen. JedeR TeilnehmerIn kann diese Zeit nutzen, einmal abseits der gewöhnlichen "Touri-Pfade" zu wandeln und das "Land des ewigen Frühlings" von einer etwas anderen Seite zu erleben, indem mit den Einheimischen gemeinsam gearbeitet, gelebt und gefeiert wird.


Vorbereitungstreffen

Damit diese Arbeitseinsätze für alle Seiten möglichst befriedigend und erfolgreich verlaufen, möchten wir auf keinen Fall eine Richtung von "Entwicklungshilfetourismus" einschlagen. So wünschen wir uns für die Mitarbeit in einem Projekt von den TeilnehmerInnen spanische Grundkenntnisse (die auch in Guatemala erworben werden können), eine Mindestaufenthaltsdauer von vier Wochen im Land (davon mind. drei Wochen im Projekt), den Besuch von zwei Vorbereitungstreffen und einem Nachtreffen, einen persönlichen Erfahrungsbericht und besonders einen sensiblen und wertschätzenden Umgang mit der einheimischen Bevölkerung.

Diese Vorbereitungstreffen für die jeweiligen TeilnehmerInnen der sommerlichen Arbeitseinsätze, die in der Regel von Juli bis September laufen, organisieren wir in Zusammenarbeit mit dem befreundeten Siegerländer Verein OYAK. Sie dienen u.a. dazu, unseren Verein, die Arbeit in Deutschland und Guatemala, die Projektdurchführung und die Kooperationspartner vorzustellen. Darüber hinaus besteht ausreichend Gelegenheit, die Mitreisenden kennen zu lernen, sich in die Lebenswelt der Indígenas einzufühlen, noch offene Fragen zu klären, Einblicke in globale Zusammenhänge zu bekommen und die eigenen Möglichkeiten gegen soziale Ungerechtigkeit zu diskutieren. Dabei versuchen wir, die TeilnehmerInnen anhand von Diavorträgen, gegenseitigen Interviews, Gruppenarbeiten, Filmen, Schaubildern u.ä. auf ihren Einsatz vorzubereiten und für die Entwicklungszusammenarbeitsproblematik zu sensibilisieren.


Lesen Sie weiter, welche Zuschussmöglichkeiten es gibt -> Teilnehmereinsätze - Teil 2

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