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Teil 2: Teilnehmereinsätze Zurück zu Teil 1. Möglichkeiten der Bezuschussung Esperanza
verfolgt den Grundsatz, dass sämtliche Spendengelder zu 100
Prozent in die Projekte fließen. Uns leitet der Gedanke, dass
sich die SpenderInnen in Deutschland sicher sein können, dass
das Geld nicht in dunklen oder bürokratischen Kanälen
versickert, sondern damit ganz konkret z.B. ein Sack Zement, der
Wochenlohn eines guatemaltekischen Maurers oder 10m³ Schotter
bezahlt werden. Will heißen: sämtliche Unkosten
(Flug, Verpflegung, Impfungen...) werden von den ProjektteilnehmerInnen
selbst getragen. Eine einfache Unterkunft wird uns von der jeweiligen
Dorfgemeinschaft kostenlos zur Verfügung gestellt.
Damit auch interessierte
junge Menschen mitfahren können, die über einen
schmalen Geldbeutel verfügen, beantragen wir in jedem Jahr
einen Zuschuss bei InWEnt
(ehemals Carl-Duisberg-Gesellschaft) in Düsseldorf. Deren
Landesstelle NRW unterstützt seit 1986 mit dem Programm
"Konkreter Friedensdienst" junge Leute unter 26 Jahren mit Wohnsitz in
NRW, die an einem intensiven kulturellen Austausch interessiert sind,
und die die Erfahrung eines Arbeitsaufenthaltes im
außereuropäischen Ausland machen wollen. Diese
Zuschüsse werden jährlich zugeteilt, wobei wir in den
vergangenen Jahren - aufgrund der verantwortungsvollen und
zuverlässigen Durchführung der Projekte -
mehrmals berücksichtigt worden sind. So sind wir auch aktiv an
der Vorbereitung der einmal jährlich stattfindenden
RückkehrerInnentreffen der CDG beteiligt, wo 80-100
geförderte ProjektlerInnen zusammenkommen und von ihrer
Arbeit, den Erfahrungen und Problemen vor Ort hautnah berichten."Charity begins at home" Den von Klaus Töpfer
geprägten Satz "Charity begins at home" möchten wir
auch unserem Engagement zu Grunde legen. Entwicklungszusammenarbeit
kann nicht nur bedeuten, sich mit Geld ein reines Gewissen zu erkaufen,
sondern fängt hier in Deutschland bei jeder und jedem
Einzelnen von uns an. Mit dem eigenen Lebensstil bestimmen wir mit, in
welcher Welt wir leben möchten.
Aus dem Bewusstsein heraus, dass alle Menschen in einer gemeinsamen
Welt leben, ergibt sich eine Solidarität mit den sozialen
Randgruppen. Dies erfordert neben unserem aktiven Einsatz in Guatemala
und den spendenwilligen HelferInnen in Deutschland auch eine kritische
und konfrontative Auseinandersetzung mit den Sorgen und Nöten
der Armen und Benachteiligten einerseits und eine selbstkritische
Reflexion des eigenen Lebensstils andererseits. Die Tatsache, dass die
Minderheit der Menschen, die in den Industrieländern lebt,
Hauptverursacher der größten globalen
Störungen des Ökosystems (Treibhauseffekt,
Zerstörung der Ozonschicht u.a.) ist, wird bei unseren
Vorbereitungstreffen thematisiert. Auf der anderen Seite sind die
Menschen in der sogenannten Dritten Welt Hauptleidtragende dieser
globalen ökologischen Veränderungen, ohne
ökonomisch in angemessener Weise an diesem materiellen
Wohlstand zu partizipieren.Wie passen diese Argumente dann zu Arbeitseinsätzen vor Ort, bei denen jährlich 10 bis 15 TeilnehmerInnen einen Langstreckenflug absolvieren? Den Einsatz vor Ort und damit das hautnahe Erleben der Hoffnungen, Ängste und Wünsche der Einheimischen sehen wir als eine sehr prägende Form der Bewusstseinsbildung bzw. -erweiterung, die jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer "mitnimmt", was das weitere Leben prägen kann. Auch die "Live-Berichte" für die Daheimgebliebenen ziehen Kreise, zeugen von der Glaubwürdigkeit unserer Projektarbeit, von der Notwendigkeit des eigenen Engagements und besonders glücklich sind wir als Verein, wenn TeilnehmerInnen diese Erlebnisse nicht nur als "gute Lebenserfahrung" für sich verbuchen, sondern sich aktiv in die Arbeit in Deutschland einbringen. Wenn Sie Interesse haben, an einem unserer Arbeitseinsätze in Guatemala teilzunehmen, wenden Sie sich bitte an Daniela Schaffart ( E-Mail: ).
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