Bilanz des
Weltbildungsberichts 2008 der UNESCO:
Arme
und indigene
Kinder werden am meisten von der Bildung ausgeschlossen
Guatemala, 26. November
2008.
Der Weltbildungsbericht ,,Bildung für alle" (EFA - Education for
all), der von der UNESCO, dem internationalen Gremium der Vereinten
Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur, erstellt wurde, zeigt
deutliche Auswirkungen der gravierenden sozialen Ungleichheit
in Ländern wie Guatemala: tausende von Kindern haben nur
stark eingeschränkte Bildungsmöglichkeiten
und sind damit verdammt, ihre Zukunft in Armut zu
erleben.
Die Chancenungleichheit
in der
Bildung ist ein Faktor für zunehmende Armut, Mangel- und
Unterernährung sowie Kindersterblichkeit. Aus diesem Grund müssen
die Regierungen dringend reagieren sagte Koichiro Matsuura, Direktor
der UNESCO, während der Präsentation des Berichts in Genf, am Rande
der Internationalen Bildungskonferenz.
In Entwicklungsländern
wie Guatemala
hat die Zugehörigkeit zu verschiedenen Gesellschaftsschichten und
ethnischen
Gruppierungen starke soziale Auswirkungen und auch die Sprache und der
Unterschied zwischen
ländlichen und urbanen Regionen spielen eine sehr große Rolle:
Menschen aus benachteiligten Bevölkerungsgruppen haben sehr eingeschränkte
Möglichkeiten, Zugang zu Bildung zu erhalten. Besonders stark
betroffen sind dabei indigene Mädchen.
Die Studie der UNESCO
zeigt, dass nur
54% der indigenen Mädchen im Alter von 7 Jahren die Schule
besuchen, im Vergleich zu einer guatemaltekischen Veröffentlichung,
laut welcher 71% der gleichaltrigen indigenen Jungen und 75% der
Mädchen nicht indigener Herkunft zur Schule gehen.
Sie zeigt auch, dass nur
4% der
indigenen Mädchen, die aus ökonomisch extrem armen Familien kommen,
den Besuch der Schule fortsetzen, währenddessen der Prozentsatz bei
45% indigener Mädchen liegt, die aus nicht armen Verhältnissen
stammen. Die
Autoren des Berichts bestätigen,
dass Umstände wie der Ort und die Umgebung, in die ein Kind
geboren werden, sein Geschlecht, das wirtschaftliche Einkommen der
Eltern, die Sprache, welches es spricht und die Hautfarbe, die es
nicht hat, bestimmende Faktoren für seine jeweiligen
Bildungsmöglichkeiten darstellen.
Weitere Informationen zum
Weltbildungsbericht 2008 können auf der entsprechenden Internetseite
der UNESCO nachgelesen werden:
http://portal.unesco.org/en/ev.php-URL_ID=44116&URL_DO=DO_TOPIC&URL_SECTION=201.html
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