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Medizinische Projekte von Esperanza - Ärzte im Einsatz Die
Verbesserung der medizinischen Versorgung in Guatemala war seit der
Gründung des Vereins neben den Schulbauprojekten das
zweitwichtigste Anliegen von Esperanza e.V. in Guatemala. Unser
2. Vorsitzender Dr. med. Peter Liese hatte bereits
1990 (damals noch als Medizinstudent) während seiner ersten
Guatemalareise im Alta Verapaz medizinische Basishilfe geleistet. Seine
teilweise auch erschreckenden Berichte über die unzureichende
hygienische Aufklärung und medizinische Versorgung der
guatemaltekischen Bevölkerung und die daraus resultierenden
Erkrankungen weckten das Interesse anderer Medizinstudenten und
Ärzte, in diesem Projektbereich von Esperanza mitzuarbeiten.
In den Jahren 1993-1999 übernahm unser
Vorstandsmitglied und inzwischen niedergelassener Internist
Dr. med. Thorsten Eich fünfmal die Leitung einer
medizinischen Projektreise. Hierzu wurden in Deutschland gezielt solche
Medikamente gesammelt, die in Guatemala am dringlichsten
benötigt wurden (Antibiotika, Entwurmungsmittel,
Schmerzmedikation, Vitaminpräparate). Mit diesen Medikamenten
und Hygieneartikeln (z.B. Seife, Zahnpasta, Zahnbürsten) im
Gepäck flog dann jeweils eine Gruppe von fünf bis
zehn medizinisch ausgebildeten Freiwilligen nach Guatemala.
Über unbefestigte holprige Pisten erreichte man nach
stundenlanger Fahrt Seconón, ein kleines Dorf im Alta
Verapaz, wo unter einfachsten Bedingungen das Quartier aufgeschlagen
wurde. Dort und in den Nachbarorten Sepacay, Chitoc und
Sejalauté wurden in den folgenden Wochen jeden Tag
PatientInnen betreut. Besonders diese Orte wurden ausgewählt,
da wir dort bereits Schulbauprojekte finanziert hatten und bei den
Leuten im Dorf bekannt waren.Als einzige Hilfsmittel dienten Stethoskop, Lampe, Ohrenspiegel und Urinstix. Zur Verständigung war man auf die Übersetzung von den wenigen spanischsprechenden Dorfbewohnern aus der Maya-Sprache Q'eqchí angewiesen (Beispiel: "Ma ra cha likwid." - "Me duele la espalda." - "Mir tut der Rücken weh."). Somit war es oft nicht einfach, eine Diagnose zu stellen. Die häufigsten Erkrankungen waren: Durchfall bei Wurmbefall sowie Hauterkrankungen aufgrund unzureichender Hygiene, Rückenschmerzen aufgrund des ständigen Tragens schwerer Lasten, Magenbeschwerden und Sodbrennen, sowie Infekte der Atem- und Harnwege. Lesen Sie weiter, wie die Gesundheitssituation sich weiter entwickelt hat -> Ärzte im Einsatz - Teil 2
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