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Teil 2: Wie alles begann Zurück zu Teil 1. Vereinsgründung Gut ein halbes
Jahr später, am 19. September 1992, trafen sich etwa
20 junge Leute und gründeten den Verein "Esperanza",
das ist spanisch und heißt zu deutsch Hoffnung. Die meisten
von ihnen waren bei dem Arbeitseinsatz in Chitay dabei gewesen.
"Guatemala hatte uns alle schnell in seinen Bann gezogen: die
Schönheit des Landes und vor allem die Freundlichkeit und
Offenheit der Menschen - trotz ihrer oftmals existenzbedrohenden
Armut", erzählt Stefan Osebold, der damals zum ersten
Vorsitzenden des Vereins gewählt wurde. "So beschlossen wir
unsere Arbeit fortzusetzen, indem wir einen überparteilichen
Verein gründeten, der Forum für all diejenigen ist,
die weitere Projekte in Mittelamerika unterstützen
möchten."
Unsere Arbeit "Unsere
Möglichkeiten, ein so genanntes Dritte-Welt-Land in seiner
Entwicklung zu unterstützen, sind natürlich begrenzt,
vergleicht man unsere Arbeit mit der von großen
Entwicklungshilfeorganisationen", berichtet Dorothee Dinkel, die
Gründungsmitglied ist und von 1997 bis 2003 erste Vorsitzende
war. "Doch mit 25.000 € rund 180 Kindern
eine Schulbildung zu ermöglichen, die sonst keine bekommen
würden, das ist doch schon was! Außerdem
fließt bei uns jeder Euro in die Projekte und nicht in die
Verwaltung des Vereins."Inzwischen hat
Esperanza über 30 Schulen in Guatemala gebaut mit
einer investierten Gesamtsumme von über
800.000 €. Dieser für eine
Nicht-Regierungsorganisation doch sehr beachtliche Betrag setzt sich zu
einem Großteil aus Spendengeldern und Erlösen von
Veranstaltungen zusammen, aber auch aus Zuschüssen (z.B. durch
die Europäische Kommission). So wurden mehrmals Partys
für Jugendliche und junge Erwachsene organisiert,
Diavorträge gehalten oder traditionelle Artikel aus Guatemala
verkauft. Aber auch der Erlös aus Veranstaltungen anderer
Vereine kam vielfach Esperanza zugute.
Alle
SpenderInnen werden mit der halbjährlich erscheinenden
Broschüre über sämtliche
Vereinsaktivitäten in Guatemala und Deutschland auf dem
Laufenden gehalten. Viele von ihnen sind selbst Vereinsmitglied oder
haben persönlichen Kontakt zu Mitgliedern oder TeilnehmerInnen
an Arbeitseinsätzen. Die Art der Projekte, die wir in
Guatemala unterstützen, ist klar definiert. So ist
für jedeN SpenderIn leicht nachvollziehbar, wohin das Geld
fließt. Verwaltungskosten bezahlen wir von unseren
Mitgliedsbeiträgen. All dies verschafft Esperanza sicherlich
einen Vorteil gegenüber den großen Organisationen.
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