|
|
Teil 2: Eine Schule entsteht Zurück zu Teil 1. Die Einweihung Wenn all diese Arbeiten innerhalb von etwa sechs
Monaten - je nach Bauvorhaben - von ungefähr sechs Maurern und
zahlreichen Hilfskräften abgeschlossen sind, fehlt eigentlich
nur noch das Allerwichtigste: die Einweihungsfeier.Warum ist die Einweihungsfeier so wichtig? Sie ist ein ganz besonderes Ereignis und für die Menschen eine willkommene Abwechslung vom Alltag. Die Feier dauert häufig bis zu drei Tage. Dabei ist ein Tag meist den verschiedenen Kirchen im Ort und ein anderer einer Maya-Zeremonie vorbehalten. Beim offiziellen Tag der Einweihung, zu dem StadtvertreterInnen und VertreterInnen des Bildungsministerium geladen werden, übergeben wir offiziell das neue Schulgebäude an die Dorfgemeinschaft. Der Festakt wird immer mit dem Einzug der Nationalflagge, mit der Nationalhymne und dem Fahneneid begonnen. Dann folgen zahlreiche Reden, die häufig von der Bedeutung des neuen Gebäudes handeln, die Dorfgemeinschaft zu dessen Unterhalt und Pflege aufrufen und an die Familien appellieren, ihre Kinder in die Schule zu schicken, weil dies in Guatemala noch immer nicht selbstverständlich ist. Auch den VereinsvertreterInnen wird die Gelegenheit gegeben, sich für die erfolgreiche Zusammenarbeit zu bedanken und natürlich die besten Wünsche aus Deutschland zu überbringen. Die Schlüsselübergabe Es folgt die
Zeremonie der Schlüsselübergabe an den Dorfobersten,
der diesen an den/die DirektorIn weiterreicht. Aber bevor die
Türen aufgeschlossen werden, müssen noch symbolisch
Bänder zerschnitten werden, die als Andenken verteilt werden.
Häufig wird auf Kosten des Dorfes eine Steintafel an das
Gebäude angebracht, in der alle Namen der Verantwortlichen,
Kosten und Danksagungen eingemeißelt sind.
Mit dem Mittagessen wird diese Zeremonie abgeschlossen und hier endet dann der lange Weg eines Bauprojekts. Ein sehr viel längerer beginnt allerdings nun: die Ausbildung der kleinen und großen DorfbewohnerInnen.
|
|||
|
|