Liebe Freundinnen und Freunde von Esperanza,
Die Bedürfnisse der Menschen haben sich seit der Gründung Esperanzas im Jahre 1992 gewandelt: Die heimische Wirtschaft kann dem Druck globaler Märkte schwer standhalten, vielen fehlt eine Perspektive, und Migration, vor allem in die USA, ist für einige der einzige Ausweg aus der Armut. Dadurch verliert Guatemala dringend benötigte Fachkräfte. Heute hat fast jede Familie in unseren Projektregionen Verwandte im Ausland. Vor allem flächendeckende und bedarfsgerechte Schulbildung ist für uns ein zentraler Baustein einer lebenswerten Heimat in Guatemala.
Die Abwanderung stellt auch unsere Baustellen vor große Probleme. Handwerker und Bauarbeiter sind in den USA gefragt. Aufgrund stetiger Abwanderung können wir kaum mit einem festen Mitarbeiterstamm rechnen. Währenddessen hat die US-Regierung jegliche Entwicklungshilfe für Guatemala gestrichen. Umso mehr freuen wir uns darüber, dass unser Projektpartner vor Ort, der Architekt Estuardo Palacios, es trotzdem immer wieder schafft unsere Schulprojekte zu verwirklichen.
Unser bisher größtes Projekt ist fertig
So konnten wir auch dieses Jahr wieder ein großes Schulbauprojekt umsetzen. Die Grundschule in Chuicacaste, Sololá wurde mit einem ganz neuen Gebäudekomplex versehen. Es entstanden drei Schulräume in der ersten, und eine Bambuskonstruktion mit weiteren drei Räumen in der 2. Etage. Sonia, die Direktorin der Schule, war früher selbst einmal Schülerin in einer Schule, die von Esperanza mitfinanziert wurde. Für uns eine große Erfolgsgeschichte. Sie und die Kinder freuen sich sehr über ihre neue Schule.
Dieses bisher größte Projekt wäre ohne die treue Unterstützung der vielzähligen Unterstützer in Deutschland nicht möglich gewesen. Dafür bedanken wir uns sehr herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern!
Unsere Reise nach Brüssel
In diesem Jahr konnten wir auch endlich mal unseren Co-Vorsitzenden Peter Liese in Brüssel besuchen. Er hat uns einen großartigen Einblick in den Brüsseler Politikbetrieb gegeben. Wir konnten u.a. mit Hildegard Bentele und Michael Gahler über die globale Rolle der EU bei den Verhandlungen um eine Beendigung des Kriegs in der Ukraine oder bei internationalen Handelsabkommen sprechen. Beim gemeinsamen Abendessen hatten wir dann in gemütlichem Rahmen die Gelegenheit, mehr über Peters Arbeit als EU-Abgeordneter zu erfahren. Herzlichen Dank, Peter, für diesen Einblick!
Der Besuch von Estuardo
Außerdem hat uns dieses Jahr unser Architekt Estuardo Palacios besucht, der vor einem Jahr das Architekturbüro seines Vaters übernommen hat. Neben den Gesprächen, die er mit Mitgliedern und auf dem Herbstseminar geführt hat, besuchte er für Esperanza Schulklassen des Gymnasium Wilnsdorfs, der John-F.-Kennedy Schule in Plochingen und weiterhin die Fakultät für Architektur der Uni Stuttgart. Hier war es uns wichtig von unserer Arbeit zu berichten, auf unser Freiwilligenprojekt aufmerksam zu machen und nach möglichen Partnerprogrammen Ausschau zu halten.
Unser neues Projekt mit Hindernissen: Xeabaj
Ein großes Problem in Guatemala ist die allgegenwärtige Korruption, von der auch wir als Verein betroffen sind: Der neue Bürgermeister von Sololá verweigerte uns die für jeden Schulbau essenzielle staatliche Förderung von rund 10.000 Euro und schlug sogar vor, Spenden über sein persönliches Konto abzuwickeln. Ein allzu offensichtlicher Versuch sich der Spendengelder zu ermächtigen. Bis der Bürgermeister neu gewählt wird, verlegen wir unsere nächsten Projekte daher in die Nachbargemeinde Nahualá, wo wir gemeinsam mit unserem langjährigen Partnerverein OYAK in Xeabaj ein zweistöckiges Gebäude mit insgesamt zehn dringend benötigten Klassenräumen errichten werden. Die aktuelle Schule stammt aus den 1980er-Jahren, Grundsteinlegung in Xeabaj und ist einsturzgefährdet und zu klein. Wir freuen uns darauf, dieses neue Schulbauprojekt im Jahr 2026 starten zu können.
Schön, dass Sie unsere Projektarbeit auf dieser spannenden Reise unterstützen. Wir wünschen Ihnen und ihren Liebsten ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr 2026!
Hier finden Sie den vollständigen Weihnachtsbrief.
Ihre Esperanzas























































































